Die ersten Proben fanden seinerzeit in einer väterlichen Garage statt. Soviel steht fest, damals ahnten die vier jungen Musiker um Andrej Hermlin nicht, was aus ihren Versuchen einmal werden sollte. Das aber wussten sie: Swing wollten sie spielen, und authentisch sollte es klingen. Der erste Auftritt im Frühjahr 1987 in einem Etablissement, das sich damals “Klub der Bauarbeiterjugend“ nannte, forderte das ganze Repertoire – kaum mehr als 15 Titel. Einige Jahre später war die SWING DANCE BAND – neu kostümiert, sowie um einen Gitarristen und eine Sängerin erweitert – bereits auf größeren Bällen zu hören. Bettina Labeau, zu jener Zeit mit dem Bandleader verheiratet, ist bis heute die Solistin des Orchesters geblieben. Ende 1995 benannte man sich um: SWING DANCE ORCHESTRA hieß die Band fortan, es gab einen kleinen Bläsersatz und Arrangements, mit denen Andrej Hermlin dem Klang der amerikanischen Big Bands nachzueifern versuchte.

Auf einer eher zufälligen Reise nach New York erlebte ein sichtlich überraschter Andrej Hermlin die neue Swingbegeisterung in den USA.
Im Angesicht tausender junger Swingtänzer beim „Midsummer Night Swing“ auf der Lincoln Plaza schwor sich der Berliner Bandleader: „Ich bringe mein Orchester nach New York, koste es was es wolle".

Im Sommer 1999 – nach Monaten schwieriger Vorbereitungen - war es dann endlich soweit: die Band reiste nach Amerika.
Der erste Auftritt des SWING DANCE ORCHESTRA auf amerikanischem Boden fand hoch oben über den Dächern Manhattans statt – im Restaurant des World Trade Center „Windows of the world“ – einem Ort, den es nicht mehr gibt…

Vieles Bemerkenswerte hat sich ereignet in den vergangenen Jahren: David Rose wurde als zweiter Gesangssolist verpflichtet, die Band trat häufiger im Fernsehen auf, veröffentlichte mehrere Alben, war an Filmproduktionen beteiligt und gab Gastspiele in Hong Kong, Brüssel, Zürich und London.
Doch kaum etwas hatte Andrej Hermlin in all den Jahren so beschäftigt, wie die Gründung seiner eigenen Big Band.
Lange hatte er damit gewartet, inzwischen aber, seit Anfang 2001, leitet er ein 16 – köpfiges Orchester und hat sich mit seinen Musikern im Sommer des darauf folgenden Jahres einen Traum erfüllt: mit seiner Band kehrte er in den „Big Apple“ zurück, spielte im „Rainbow Room“, dem legendären Hotel „Pennsylvania“ – und  zum „Midsummer Night Swing“ auf der Lincoln Plaza…

Im Jahre 2004 reiste das Orchester zum Glenn Miller Festival in dessen Geburtsstadt Clarinda, Iowa. Das SWING DANCE ORCHESTRA gastiert inzwischen in den angesehensten Konzertsälen Deutschland und darüber hinaus.
Bei Sony/BMG erschienen unter anderem die Alben „Live in New York“ und „Benny Goodman´s Carnegie Hall Concert 1938“ – Belege für eine erstaunliche Entwicklung, die vor vielen Jahren so bescheiden begonnen hatte. Jene Musiker, die damals in einer Garage probten, und Freunde wurden, spielen noch heute gemeinsam im SWING DANCE ORCHESTRA . Die Geschichte dieser außergewöhnlichen Band ist noch lange nicht zu Ende geschrieben - man darf gespannt sein auf ihre neuen Kapitel!

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